Donnerstag, 27. September 2012
Sonntag, 19. August 2012
ich hab dann mal upgedated
neue galerie auf http://www.bildschrammen.de
Menschen in Hamburg 2012 und neues Cover der
http://www.vonschramm.de Seite.
Donnerstag, 12. Juli 2012
Mittwoch, 11. Juli 2012
Ein Liebesvormittag eines Herrn H.
Da
steht sie nun vor mir, diese Schlampe von nebenan, die immer rauchend die
Wäsche aufhängt. Jetzt raucht sie auch. Sie steht da mit nacktem Oberkörper,
löchriger Jeans, schwarzen Gartenfüßen. Um ihre Augen etwas Menschliches.
Krähenfüße und ein zartes Lächeln, welches an den Mundwinkeln versiegt. Als ich
in diese Gegend gezogen war, wollte ich mich einigeln. Das habe ich dann auch
getan. Jetzt steht ihr blanker Busen im Angebot. Ein Busen, der in diese Gegend
passt. Weiß, rund und unverbindlich. Sie ist eine hübsche Frau. So eine
Vorstadthusche die auffällt. So eine, der man nachschaut, wenn sie in den Bus
einsteigt und wieder aussteigt. Sie hat so grade Schultern und ist schwer zu
schätzen. Dreißig, vierzig.
Wir
sind da um uns abzunutzen. An Montagen liege ich sonst im Bett, verkatert und
verschwitzt. Jetzt reiche ich dieser Frau den Ascher.
„Stört
es dich, wenn ich rauche?“
„Ja,
aber du sollst mich stören!“
Sie
zieht sich aus. Zwei richtig fette Hämatome an den Innenschenkeln.
„Ich
bekomme ganz schnell blaue Flecken!“
Verletzte
Frauen rühren mich an. Wenn man in ihr Bein drückt, erzeugt man eine Delle, die
nicht gleich wieder rausgeht. Sie ist bedienbar, wie ein Haushaltsgerät.
Gewitterluft liegt in der Luft. Immer diese ersten Blicke, denen ein zweiter
und dritter Blick folgt. Zu zweit zu sein beim Sex ist manchmal ganz schön
störend. Sie dreht sich um, guckt mir zu, während ich sie ins Bücherregal
stelle. Sie hat gute Stopperqualitäten. Nur ihre Füße sind nicht sauber. Ich
koche sie in der Küche aus und habe einen Grundsud. Ich bin für solides
Speisen, vor allem auch zu den richtigen Zeiten. Ich hatte schon lange keine
fremden Haare mehr im Gesicht. Aber man gewöhnt sich dran.
Draußen
wächst Gras über die Sache.
9.
Juli 2012
Donnerstag, 10. Mai 2012
rundstück warm 2012
Das offizielle Video zur neuen facebook gruppe über fotografie: http://www.facebook.com/groups/rundstueckwarm/
Dienstag, 17. April 2012
Fotografischer Monolog 85 - ultimative Bildkritik
Fotografischer Monolog 85
Sonntag, 8. April 2012
Enorme Ostern
Als die Hasen noch Schokoladeneier schissen und die Jungfrauen nach Milchlamm dufteten, ging ich im Klövensteen zur Baumschule. Barfuss war ich und einen Tornister trug ich aus Brot und Holz. Ich liebte den Duft der Waldläufer und hatte gerade erfahren, dass Pippi Langstrumpf durch einen Querschläger der Dorfpolizistendeppen Kling und Klang schwer verletzt worden war und im Rollstuhl saß. Pippis Tod wäre aber auch zu hart gewesen und ich hätte nie vermocht, diese schlimme Nachricht, die alle Kinder der Welt niemals verwunden hätten, in einer Geschichte zu verwenden.
Als Fräulein Prysselius mit einem Pflegedienst anrückte, um Pippis steifen Wirbel mit Elchsfett einzureiben, wurde das Mädchen garstig, rief ein paar Schwedische Kraftausdrücke und drehte sich mit ihrem Rollstuhl traurig im Kreis und schluchzte: „Hallari hallahoppsassa!“ Tommy und Annika kümmerten sich nicht um ihre behinderte Freundin. Sie hatten zwar ein enorm schlechtes Gewissen, aber sie waren Provinzkinder und spießig obendrein und sozial nicht geschult mit Rollstuhlfahrerinnen in Strapsen zu verkehren.
Zu dieser Zeit verlor ich den Glauben an das Gute in den Hasen und Eiern. Und auch Astrid Lindgren wurde mir auf einmal suspekt. Warum wurden ihre Geschichten plötzlich nicht nur traurig, sondern auch brutal? Sie wurde zur alten Frau aus der Finsternis. Sie konnte Pippi ihr sexuell unbeschwertes Leben nicht mehr gönnen. Kein Wunder, dass Pippi als junge Frau später bisexuell wurde und sich nur noch züchtig kleidete. Eine echte Langstrumpf eben. Dass sie als Kind diese Fratzenlolita mit roten Haaren geben musste, verzieh sie der Alten nie.
Zu Ostern war bei uns daheim immer die Familie Woldtmann zu Besuch. Mit dem Jungen sollte ich im Garten Eier suchen. Der Knabe war Autist, was ich aber erst später erfuhr. Ich hielt ihn einfach für einen ignoranten Arsch. Vater Woldtmann war Jurist und mein Vater meinte, es wäre eine schöne Tradition, diesen Kontakt aufrecht zu erhalten. Zu Pflingsten waren wir dann immer im Gegenzug bei den Woldtmanns. Am Eßtisch erzählte ich dann die neue Geschichte von Pippi und der Woldtmannjunge musste bitterlich weinen. Die Woldtmanns verließen augenblicklich unsere Wohnung. Meine Eltern nahmen seit dem nie wieder Kontakt zu anderen Menschen auf.
8. April 2012
Als Fräulein Prysselius mit einem Pflegedienst anrückte, um Pippis steifen Wirbel mit Elchsfett einzureiben, wurde das Mädchen garstig, rief ein paar Schwedische Kraftausdrücke und drehte sich mit ihrem Rollstuhl traurig im Kreis und schluchzte: „Hallari hallahoppsassa!“ Tommy und Annika kümmerten sich nicht um ihre behinderte Freundin. Sie hatten zwar ein enorm schlechtes Gewissen, aber sie waren Provinzkinder und spießig obendrein und sozial nicht geschult mit Rollstuhlfahrerinnen in Strapsen zu verkehren.
Zu dieser Zeit verlor ich den Glauben an das Gute in den Hasen und Eiern. Und auch Astrid Lindgren wurde mir auf einmal suspekt. Warum wurden ihre Geschichten plötzlich nicht nur traurig, sondern auch brutal? Sie wurde zur alten Frau aus der Finsternis. Sie konnte Pippi ihr sexuell unbeschwertes Leben nicht mehr gönnen. Kein Wunder, dass Pippi als junge Frau später bisexuell wurde und sich nur noch züchtig kleidete. Eine echte Langstrumpf eben. Dass sie als Kind diese Fratzenlolita mit roten Haaren geben musste, verzieh sie der Alten nie.
Zu Ostern war bei uns daheim immer die Familie Woldtmann zu Besuch. Mit dem Jungen sollte ich im Garten Eier suchen. Der Knabe war Autist, was ich aber erst später erfuhr. Ich hielt ihn einfach für einen ignoranten Arsch. Vater Woldtmann war Jurist und mein Vater meinte, es wäre eine schöne Tradition, diesen Kontakt aufrecht zu erhalten. Zu Pflingsten waren wir dann immer im Gegenzug bei den Woldtmanns. Am Eßtisch erzählte ich dann die neue Geschichte von Pippi und der Woldtmannjunge musste bitterlich weinen. Die Woldtmanns verließen augenblicklich unsere Wohnung. Meine Eltern nahmen seit dem nie wieder Kontakt zu anderen Menschen auf.
8. April 2012
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